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Königsbrunn Eiskunstlauf

Juni 24th, 2008

Anhänger des Eiskunstlaufes in Königsbrunn können im TSV Königsbrunn, der neben vielen Sportarten eine große Abteilung Eiskunstlauf hat, auf ihre Kosten kommen. Nicht nur, dass bereits die Dreijährigen dem beliebten Sport ausüben können, es werden auch Anfängerkurse für Erwachsene angeboten. Darüber hinaus verfügt die Abteilung Eiskunstlauf des TSV Königsbrunn über einen großen Kader, aus dem bereits viele gute Eiskunstläufer hervorgegangen sind, die sich in den deutschen Meisterschaften gut platzieren konnten.
Die Eissporthalle Königsbrunn in der Königstherme ist das Ziel für alle, die den Eiskunstlauf ohne eine feste Mitgliedschaft in einem Verein ausüben möchten. Die Halle ist das ganze Jahr über ein Anlaufpunkt für sportlich aktive Familien. Im Sommer treffen sich hier die Inlineskater, im Winter die Eisläufer. Die Eissporthalle verfügt über eine große moderne Eisfläche mit einem Standardmaß von 30 x 60 Metern. So laufen die sportlich Tätigen über eine Inneneisfläche mit etwa 1740 m² sowie eine überdachten Außeneisfläche mit 945 m². In der Eissporthalle in Königsbrunn trainieren zwar auch die Eissportcracks, aber auch Familien, die das Eislaufen als Freizeitspaß betrachten, sind willkommen. Ein Restaurant in der Halle sorgt hier für die notwendige Stärkung.
Für Anhänger des besonderen Vergnügens bietet sich Samstagabends die Eisdisco, die von 19.30 bis 21.30 stattfindet. Mit einem Mix aus Charts, Black, House, Partyhits und Rock können Jugendliche während einer aufwändigen Lightshow ihre Runden drehen, tanzen und flirten. Der Eintritt kostet € 3,50. Der allgemein beliebte Musiklauf wird in der Woche jeden Tag angeboten. Senioren, Kinder und Wehrpflichtige profitieren hierbei von vergünstigten Eintrittspreisen.
Wer neben dem Eiskunstlauf in Königsbrunn noch weitere Virtuosen miterleben möchte, dem sei ein Besuch bei einem Spiel der Eishockeykünstler ESV Pinguine Königsbrunn angeraten.

Helsinki Eiskunstlauf

Juni 10th, 2008

Die finnische Hauptstadt Helsinki kann als eines der Zentren des Eiskunstlaufes angesehen werden. Die Stadt im Norden ist für den Wintersport geradezu prädestiniert, kamen die ersten Schlittschuhläufer doch aus den nordischen Ländern.
Helsinki ist mit 568.000 Einwohnern die größte Stadt Finnlands und bildet das Zentrum der Hauptstadtregion eines Ballungsraumes mit rund einer Million Einwohnern. Die Hauptstadt Helsinki ist das politische, wirtschaftliche, geistige, wissenschaftliche und kulturelle Zentrum Finnlands. Helsinki hat 6,2 % schwedisch sprechende Einwohner und ist offiziell zweisprachig.
Der erste Schnee fällt hier meist Mitte November. Eine bleibende Schneedecke gibt es meist ab Ende Dezember bis Ende März. Im Winter friert der Finnische Meerbusen zu, so dass Eisbrecher benötigt werden, um eine Fahrrinne freizuhalten. So ist es kein Wunder, dass sich hier die Menschen gewohnheitsmäßig auf Schlittschuhen fortbewegen und in Helsinki der Eiskunstlauf sozusagen beheimatet ist.
Die Weltmeisterschaften im Eiskunstlauf fanden hier bereits einige Male statt. Einer der ersten Weltmeister im Eiskunstlauf stammt aus Helsinki. Der dreifache Weltmeister und Olympiasieger Walter Andreas Jakobsson, der am 06. Februar 1882 in Helsinki geboren wurde, startete im Paarlaufen mit der in Deutschland geborenen Ludowika Eilers, die er auch heiratete. Der Ingenieur war zudem Amateurfotograf und Mitglied im „Fotografiamatörklubben i Helsingfors“ (Helsinki Amateur Fotografie Club, FiH).
Im Jahr 2009 werden die Europameisterschaften im Eiskunstlauf vom 19. bis 25. Januar in Helsinki ausgetragen. Die Berliner Trainingskameraden Peter Liebers und Clemens Brummer sicherten in diesem Jahr in Zagreb mit kämpferischen Leistungen die zwei Startplätze für die EM 2009 in Helsinki. “Wir wussten, dass es sehr schwer wird, aber sie haben alle Erwartungen erfüllt”, analysierte DEU-Sportdirektor Udo Dönsdorf die EM-Premiere der beiden.

Geschichte des Eiskunstlaufes

Mai 27th, 2008

Die Geschichte des Eiskunstlaufes hat seine Wurzeln in der Ur- und Frühgeschichte der Menschheit, auch wenn es dafür nur archäologische Beweise gibt. Der ursprüngliche Eislauf hat sich erst viel später in zwei unterschiedliche Sportarten, Eiskunstlauf und Eisschnelllauf geteilt. Die Knochen-Kufen wurden später durch Holzkufen und schließlich von Eisenkufen abgelöst. Auf den ersten Schlittschuhen auf Knochen konnte man sich zunächst nur unter Zuhilfenahme von Stöcken über das Eis bewegen, das sie noch keine scharfen Kanten hatten.
Im 14. Jahrhundert machte ein Tischlerlehrling aus der niederländischen Zunft für Schiffs- und Eislaufinstrumente mehr aus Zufall die sensationelle Erfindung, bei der man ohne Stöcke auskam. Er änderte eines Tages bei der Einfassung der Eisen die Horizontallage gegen die Vertikallage – und so entstanden die Schlittschuhe der heutigen Form. Der Eisläufer konnte den Stock ablegen, die Bewegung wurde freier, und vor allem schneller und steuerbarer.
Ein Meilenstein in der Geschichte des Eiskunstlaufes war der Amerikaner Jackson Haines. Er war nicht nur der Begründer einer neuen Eislaufart, sondern erfand auch einen neuen Schlittschuhtyp – die Stahlschlittschuhe. Man kritisierte ihn aber und warf ihm vor, sich mehr auf Körper- und Extremitätsposen zu konzentrieren, als auf Figurenlauf. Zu dieser Zeit herrschte der strenge englische Eislaufstil vor. Im Winter 1868 kam Haines nach Wien und ebnete durch seinen Walzertanz auf dem Eis den Weg für den heute bekannten Eiskunstlauf.
Anfang des 20. Jahrhunderts verhalf der aus Schweden stammende Ulrich Salchow dem Eiskunstlauf zu einem sportlicheren Charakter. Durch den 10-fachen Weltmeister wurde der Eiskunstlauf zu einem Leistungssport. Seine Erfindung – Schlittschuhe mit Zähnen – ermöglichten ihm ein stärkeres Abstoßen. 1908 wurde Salchow der erste Olympiasieger im Eiskunstlauf. Der sogenannte Salchow-Sprung gehört heute zum Repertoire der Grundsprünge.
Nach dem Zweiten Weltkrieg erfuhr der Eiskunstlauf einen nie da gewesenen Boom. Der Aufbau von neuen überdachten Kunsteisbahnen ermöglichte intensiveres Training und bessere Sportleistung. Die für die Zuschauer beliebtere Kür gewann langsam mehr Gewicht über den bis dahin bevorzugten Pflichtlauf.

Eisschnelllauf

Mai 13th, 2008

Eisschnelllauf ist eine Olympische Sportart und gehört seit 1924 zum Programm der Olympischen Winterspiele. Vom internationalen Dachverband ISU (International Skating Union) werden jährlich Weltmeisterschaften, Europameisterschaften und eine Serie von bis zu zwölf Weltcups ausgetragen. Die ISU registriert Weltrekorde über alle WM-Strecken. Zum Programm bei Olympischen Winterspielen und Weltmeisterschaften gehören 500 m, 1.000 m, 1.500 m, 3.000 m (nur Frauen), 5.000 m und 10.000 m (nur Männer) sowie die Mannschaftsverfolgung.
Schnelllauf-Schlittschuhe haben bis unterhalb des Fußgelenkknöchels reichende Schnürschuhe aus Ziegenleder. Die langen Stahlkufen, auch “Brotmesser” genannt, sind bis 45 Zentimeter lang und haben eine Dicke von etwa 1,0 Millimetern. Die Lauffläche hat einen Planschliff mit einer schwachen Kurvung in Längsrichtung, die es ermöglicht durch die Kurven zu laufen. Die Spitze ist gerundet, das Ende nach hinten abfallend.
Im Gegensatz zum rückseitigen Abstoßen beim Kunstlauf und Eishockey stößt man sich beim Eisschnelllauf auf gerader Strecke mit den Beinen zur Seite ab, wobei die Kufe in ganzer Länge mit der Eisfläche in Kontakt bleibt. Durch den eingeschliffenen Bogen in den Kufen und durch einen ständigen Wechsel von der Außen- auf die Innenkante führt diese Technik zu einer flachen, S-förmigen Laufspur, dennoch wird damit die größtmögliche Geschwindigkeit auf dem Eis erreicht. In Kurven stößt sich das Kurveninnere hinter dem kurvenäußeren Bein gegen die Fliehkraft ab. Dieser Vorgang wird “Übersetzen” genannt.
Die ursprüngliche Bekleidung im Eisschnelllauf waren Strumpfhosen aus Wolle und enganliegende Pullover sowie eine die Ohren überdeckende Mütze. Der Schweizer Architekt und Läufer Franz Krienbühl entwickelte 1974 aus aerodynamischen Überlegungen einen einteiligen hautengen Anzug, der zu Beginn keine Anhänger fand. Als Krienbühl mit diesem Anzug mit 47 Jahren den achten Platz bei den Olympischen Spielen 1976 erreichte, tragen alle Läufer diesen Einteiler.

Eiskunstlauf WM-Kür der Damen

April 29th, 2008

Wer kennt sie nicht – die legendären Auftritte von Katarina Witt während der Eiskunstlauf WMs, in denen sie im Zuge der Kür der Damen ihre Triumphe feierte.
Die vierfache Titelträgerin Michelle Kwan war seit ihrem ersten Sieg 1996 in Edmonton als Nachfolgerin Katarina Witts im Gespräch. Gegenwärtig machen sich insbesondere japanische Läuferinnen einen Namen bei der Kür der Damen der Eiskunstlauf WMs.
Was dabei so leicht aussieht, ist das Resultat von oft jahrzehntelanger harter Arbeit. Wer den Weltmeistertitel gewinnen will, muss diszipliniert sein und jeden Tag ein hartes und anstrengendes Training absolvieren. Eine Kür dauert zwar nur einige Minuten, der Weg dahin dauert allerdings Jahre.
Die Dauer einer Kür beträgt bei den Herren 4 Minuten 30 Sekunden (Junioren 4 Minuten), bei den Damen 4 Minuten (Junioren 3 Minuten 30 Sekunden). Die Kür darf jeweils 10 Sekunden über oder unter dem Zeitlimit liegen. Wird das Kürprogramm nicht innerhalb des Zeitlimits beendet, gibt es einen Abzug von 1.0 Punkten für jeweils fünf Sekunden Zeitüberschreitung. Der Zeitnehmer muss dabei die Preisrichter informieren.
Die Kür besteht aus einem gut ausgeglichenen Programm der Elemente, da heißt, dass
alle Elemente mit Verbindungsschritten verschiedener Art und anderen Kürelementen verknüpft werden, und das in Übereinstimmung mit der Musik und unter Ausnutzung der vollen Eisfläche. Die Musik ist dabei von der Sportlerin frei wählbar. Die Anzahl der Elemente ist ausschlaggebend für die Technikwertung.
Ein gut ausgeglichenes Seniorprogramm bei der Kür der Damen muss Folgendes beinhalten: höchstens sieben Sprungelemente, darunter muss ein Axel Paulsen präsentiert werden; mindestens vier verschiedene Pirouetten, davon eine kombinierte, eine eingesprungene und eine nur mit einer Position; höchstens zwei Schrittfolgen mit Spiralenschrittfolgen, Längsschrittfolgen, Kreisschrittfolgen und Serpentinenschrittfolgen.