Eiskunstlauf WM
Die Eiskunstlauf WM ist eine jährlich von der Internationalen Eislaufunion ausgetragene Veranstaltung, bei denen in vier Disziplinen Welttitelträger ermittelt werden. Im Jahr 2008 werden sie vom 17. bis 23. März in Göteborg, im Jahr 2009 vom 23. bis 29. März in Los Angeles stattfinden.
Es werden Einzelwettbewerbe der Herren und Damen sowie im Paarlaufen bewertet. Seit 1952 gibt es die Disziplin des Eistanzes.
Die Eiskunstlauf WM fand während des Ersten und Zweiten Weltkrieges nicht statt. Im Jahre 1961 wurde die in Prag geplante WM abgesagt, weil zuvor die Mannschaft aus den USA mit dem Flugzeug abgestürzt war.
Die erste Weltmeisterschaft wurde 1896 in Sankt Petersburg ausgetragen. Zunächst wurden die Wettkämpfe ausschließlich für die Einzelwettbewerbe der Herren organisiert. Zehn Jahre später durften auch die Damen ihre Künste präsentieren. 1908 kam die Disziplin des Paarlaufens hinzu. Der erste Weltmeister überhaupt im Eiskunstlauf war Gilbert Fuchs, der aus Graz stammt und für einen Münchener Verein für Deutschland – beziehungsweise das damalige Deutsche Reich – antrat.
Der aus Schweden stammende Ulrich Salchow, nach dem der berühmte Sprung benannt wurde, gewann den begehrten Titel beinahe in Folge von 1901 bis 1912. Da er die Eiskunstlauf WM 1906 in München abgesagt hatte – Grund war die Dauerfehde zwischen ihm und Gilbert Fuchs – gewann diese WM Gilbert Fuchs.
Zwischen den Jahren 1948 und 1959 gewannen die US-Amerikaner in Folge den Titel im Einzelwettbewerb der Herren. Dies lag nicht zuletzt an den besseren Trainingsbedingungen in den USA während des Zweiten Weltkrieges, da die Europäer wesentlich mehr in den Krieg involviert waren. Zum anderen gewann mehrere Male hintereinander einer der Legenden des Eiskunstlaufes – Richard (Dick) Button – die Weltmeisterschaft. Dick Button wurden während seiner Jugend von einem seiner Trainer vorausgesagt, dass aus ihm niemals ein guter Eiskunstläufer werden würde.