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Eisschnelllauf

Mai 13th, 2008

Eisschnelllauf ist eine Olympische Sportart und gehört seit 1924 zum Programm der Olympischen Winterspiele. Vom internationalen Dachverband ISU (International Skating Union) werden jährlich Weltmeisterschaften, Europameisterschaften und eine Serie von bis zu zwölf Weltcups ausgetragen. Die ISU registriert Weltrekorde über alle WM-Strecken. Zum Programm bei Olympischen Winterspielen und Weltmeisterschaften gehören 500 m, 1.000 m, 1.500 m, 3.000 m (nur Frauen), 5.000 m und 10.000 m (nur Männer) sowie die Mannschaftsverfolgung.
Schnelllauf-Schlittschuhe haben bis unterhalb des Fußgelenkknöchels reichende Schnürschuhe aus Ziegenleder. Die langen Stahlkufen, auch “Brotmesser” genannt, sind bis 45 Zentimeter lang und haben eine Dicke von etwa 1,0 Millimetern. Die Lauffläche hat einen Planschliff mit einer schwachen Kurvung in Längsrichtung, die es ermöglicht durch die Kurven zu laufen. Die Spitze ist gerundet, das Ende nach hinten abfallend.
Im Gegensatz zum rückseitigen Abstoßen beim Kunstlauf und Eishockey stößt man sich beim Eisschnelllauf auf gerader Strecke mit den Beinen zur Seite ab, wobei die Kufe in ganzer Länge mit der Eisfläche in Kontakt bleibt. Durch den eingeschliffenen Bogen in den Kufen und durch einen ständigen Wechsel von der Außen- auf die Innenkante führt diese Technik zu einer flachen, S-förmigen Laufspur, dennoch wird damit die größtmögliche Geschwindigkeit auf dem Eis erreicht. In Kurven stößt sich das Kurveninnere hinter dem kurvenäußeren Bein gegen die Fliehkraft ab. Dieser Vorgang wird “Übersetzen” genannt.
Die ursprüngliche Bekleidung im Eisschnelllauf waren Strumpfhosen aus Wolle und enganliegende Pullover sowie eine die Ohren überdeckende Mütze. Der Schweizer Architekt und Läufer Franz Krienbühl entwickelte 1974 aus aerodynamischen Überlegungen einen einteiligen hautengen Anzug, der zu Beginn keine Anhänger fand. Als Krienbühl mit diesem Anzug mit 47 Jahren den achten Platz bei den Olympischen Spielen 1976 erreichte, tragen alle Läufer diesen Einteiler.